5 Sätze über die Rückbildung, die du nicht mehr glauben solltest
„Das gibt sich mit der Zeit." „Der Rückbildungskurs müsste reichen." Diese Sätze hören Mütter ständig, und sie halten sie davon ab, etwas zu ändern. Was dahintersteckt.

Über kaum eine Zeit im Leben einer Frau kursieren so viele Halbwahrheiten wie über die Monate nach einer Geburt. Das Problem: Die meisten sorgen dafür, dass Mütter abwarten, obwohl gerade jetzt viel möglich wäre. Hier sind die fünf hartnäckigsten Sätze, und was stimmt.

„Bis zu sechs Monate ist das normal, das gibt sich."
Ein Teil gibt sich wirklich: Der Beckenboden ist Muskulatur und erholt sich auch ohne Training, allein durch das, was du im Alltag bewegst. Nur langsamer und nicht so weit, wie er könnte. An den Rest gewöhnt man sich, bis das neue Körpergefühl normal wirkt. Die sechs Monate sagen etwas über die Wartezeit, nichts über deinen Körper.

„Der Rückbildungskurs ist durch, dann müsste es reichen."
Der Kurs im Wochenbett legt die Grundlage, und er ist richtig. Danach hört die Belastung aber nicht auf, sie fängt erst an: Tragen, Heben, Aufstehen mit Kind auf dem Arm, meist einseitig und über Stunden. Ein Kind wird schwerer, nicht leichter.

„Ich müsste erst jemanden für die Betreuung finden."
Daran scheitern die meisten Termine, und zwar bevor sie überhaupt im Kalender stehen. Dreißig Minuten Training, mit Fahrt bist du etwa eine Stunde weg: Das passt zwischen zwei Stillzeiten oder in die Zeit, die dein Partner mit dem Kind hat. Und wenn niemand da ist, kommt dein Kind mit in den Raum.
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„Zeit für mich zu nehmen ist egoistisch."
Eine halbe Stunde für dich nimmt deinem Kind nichts weg. Sie gibt dir die Kraft zurück, die es den ganzen Tag von dir bekommt. Für dich zu sorgen macht dich nicht zur schlechteren Mutter.

„Ich stelle mich an, andere kommen doch auch klar."
Kaum eine redet darüber, deshalb wirkt es, als wärst du die Einzige. Nach Angaben der AOK holen sich über 70 Prozent der betroffenen Frauen im ersten Jahr nach der Geburt keinen Rat, aus Scham oder weil sie es für einen normalen Teil des Mutterseins halten. Was du spürst, ist eine Beobachtung an deinem Körper und keine Empfindlichkeit.

der betroffenen Frauen fragen im ersten Jahr nach der Geburt niemanden um Rat. Nicht, weil es ihnen egal wäre.
Wie du anfangen kannst
Angefangen wird immer gleich, mit einer einzelnen Stunde im Studio. Vorher weiß niemand, was dein Körper gerade verträgt und was in deine Woche passt, und ohne das ist jeder Plan geraten. Was danach kommt, entscheidest du in Ruhe.
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60 Minuten nur für dich, inklusive Body-Analyse und einem klaren Bild, wie dein Weg aussehen kann. Dein Kind darf mit.
Deine erste Stunde sichern* Die Angabe zu den über 70 Prozent stammt von der AOK: „Über 70 Prozent aller Frauen, die im ersten Jahr nach der Geburt unter einer Inkontinenz leiden, fragen ihren Arzt nicht um Rat." (aok.de, „Inkontinenz nach Geburt: Das können Sie tun", 19.04.2022). Als Gründe nennt die AOK Scham und die Annahme, das gehöre zum Muttersein dazu. Aussagen zu Training nach der Geburt sind allgemeiner Natur und ersetzen keine ärztliche oder hebammenfachliche Beratung. Beginne bitte erst nach Freigabe durch deine Ärztin oder deine Hebamme.